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ETF-Investieren für Anfänger: So startest du mit CHF 100 pro Monat

CHF 100 pro Monat × 30 Jahre × 7% Rendite = CHF 113'000. Ja, wirklich. Du kannst es mit dem Zinseszinsrechner nachrechnen.


Klingt verrückt? Ist aber Mathematik: Das ist der Zinseszins-Effekt. Die beste Erfindung, um Vermögen aufzubauen – und ETFs sind der einfachste Weg dorthin.


Wenn du gerade in deine erste Stelle gestartet hast, ein paar Hundert Franken übrig hast und dich fragst "Wie mache ich das richtig mit dem Investieren?" – diese Anleitung ist genau für dich. Keine Kryptowährungen, kein Daytrading, keine Rocket-Science. Nur: einfach, sicher, effektiv.


Inhaltsverzeichnis



Was ist ein ETF?


ETF steht für "Exchange Traded Fund" – auf Deutsch: börsengehandelter Fonds. Klingt kompliziert, ist es aber nicht.


Stell dir vor, du könntest mit einem einzigen Kauf gleichzeitig Aktien von Apple, Nestlé, Samsung, Toyota und Tausenden weiteren Unternehmen kaufen. Genau das macht ein ETF. Er bündelt Hunderte oder sogar Tausende von Aktien in einem einzigen Produkt.


Der Unterschied zu einem klassischen Fonds: Ein ETF wird nicht von einem teuren Fondsmanager aktiv verwaltet. Er bildet einfach einen Index nach – zum Beispiel den MSCI World, der rund 1'500 Unternehmen aus 23 Industrieländern umfasst. Das macht ihn günstig, transparent und effizient.


Die wichtigsten Merkmale eines ETFs:

  • Diversifikation: Mit einem ETF investierst du in Hunderte Unternehmen gleichzeitig

  • Tiefe Kosten: ETFs kosten oft nur 0.07–0.22% pro Jahr (TER) – klassische Bankfonds verlangen 1–2%

  • Transparenz: Du siehst jederzeit, was im ETF steckt

  • Liquidität: Du kannst ETFs jederzeit an der Börse kaufen und verkaufen


Warum ETFs ideal für Anfänger sind


Du musst kein Finanzgenie sein, um mit ETFs erfolgreich zu investieren. Im Gegenteil – ETFs sind wie gemacht für Leute, die sich nicht täglich mit der Börse beschäftigen wollen.


1. Du brauchst kein Expertenwissen

Du musst keine Bilanzen lesen oder Aktien analysieren können. Ein weltweiter ETF nimmt dir die Entscheidung ab, welche Unternehmen du kaufen sollst – du kaufst einfach alle.


2. Du schlägst damit die meisten Profis

Über 90% der aktiv verwalteten Fonds schneiden langfristig schlechter ab als ihr Vergleichsindex. Mit einem ETF bist du der Index – und damit besser als die Mehrheit der "Experten".


3. Du kannst klein anfangen

Mit Plattformen wie findependent kannst du schon ab CHF 1 investieren. Du brauchst kein grosses Startkapital – wichtig ist, dass du anfängst.


4. Zeit im Markt schlägt Timing

Niemand kann zuverlässig vorhersagen, wann der beste Zeitpunkt zum Kaufen ist. Aber wir wissen: Je länger du investiert bist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit auf positive Rendite. Bei einem Anlagehorizont von 15+ Jahren lag die historische Rendite des MSCI World bei rund 7–8% pro Jahr.


Diese ETFs sind für Anfänger am sichersten


Als Anfänger brauchst du keine 10 verschiedenen ETFs. Ein bis zwei reichen völlig. Hier sind die besten Optionen:


ETF

Was steckt drin?

TER

Anzahl Aktien

Vanguard FTSE All-World (VWRL)

Industrieländer + Schwellenländer

0.22%

~3'700

iShares Core MSCI World (IWDA)

Nur Industrieländer

0.20%

~1'500

iShares MSCI EM (IEMA)

Nur Schwellenländer

0.18%

~1'400


Variante 1 – Der Einfachste: Nur den Vanguard FTSE All-World (VWRL). Damit hast du die ganze Welt in einem ETF – Industrieländer und Schwellenländer zusammen.


Variante 2 – Etwas mehr Kontrolle: iShares MSCI World (70%) + iShares Emerging Markets (30%). So gewichtest du Schwellenländer etwas stärker – das ist zum Beispiel meine persönliche Strategie bei Saxo.


Beide Varianten sind solide. Für absolute Einsteiger empfehle ich Variante 1 oder noch besser: eine Plattform wie findependent, bei der du gar keinen ETF auswählen musst.


Schritt für Schritt: Dein erster ETF-Kauf


Okay, genug Theorie. So startest du konkret – in 20 Minuten:


Option A: Der einfachste Weg (findependent)

Wenn du noch nie investiert hast und es so einfach wie möglich willst, nimm findependent. Du beantwortest ein paar Fragen zu deinem Risikoprofil, und die App stellt dir automatisch ein Portfolio zusammen. Kein ETF-Picking, keine Ordermasken, kein Stress.


  1. Lade die findependent-App herunter

  2. Registriere dich mit dem Code KUU7NG für CHF 1'000 Gebühren-Freibetrag

  3. Beantworte die Fragen zu deinem Risikoprofil

  4. Richte einen Dauerauftrag ein (z.B. CHF 100/Monat)

  5. Fertig – findependent investiert automatisch für dich


Option B: Für Fortgeschrittene (Saxo)

Wenn du selbst entscheiden willst, welche ETFs du kaufst, oder auch mal Einzelaktien und Limit Orders setzen möchtest, ist Saxo die bessere Wahl. Die Gebühren sind tief, und du hast volle Kontrolle.


  1. Eröffne ein Konto bei Saxo

  2. Überweise Geld auf dein Saxo-Konto

  3. Richte einen AutoInvest-Sparplan ein (z.B. 70% iShares MSCI World + 30% iShares Emerging Markets)


Ich habe selbst bis 2025 findependent genutzt und bin dann auf Saxo gewechselt, weil ich mehr Flexibilität wollte – Einzelkäufe und Limit Orders bei Marktkorrekturen. Für den Einstieg ist findependent aber perfekt.


Häufige Anfängerfehler und wie du sie vermeidest


❌ Fehler 1: Zu lange warten

"Ich warte, bis der Markt crasht." Das sagen Leute seit Jahren – und verpassen dabei die Rendite. Der beste Zeitpunkt zum Investieren war vor 10 Jahren. Der zweitbeste ist heute.


❌ Fehler 2: Bei einem Crash verkaufen

Wenn die Börse 20% fällt, kriegen viele Panik und verkaufen. Genau das Falsche. Wer 2020 im Corona-Crash verkauft hat, hat die Erholung verpasst. Wer dringeblieben ist, war wenige Monate später im Plus.


❌ Fehler 3: Zu kompliziert denken

Du brauchst keine 15 verschiedenen ETFs, kein Rebalancing-Sheet und keinen YouTube-Guru. Ein ETF, ein Sparplan, fertig. Alles andere ist Optimierung – und die kannst du später machen.


❌ Fehler 4: Auf die Hausbank hören

Deine Bankberaterin will dir einen aktiv verwalteten Fonds verkaufen, der 1.5% pro Jahr kostet. Auf CHF 100'000 sind das CHF 1'500 pro Jahr – für eine Performance, die in 90% der Fälle schlechter ist als ein ETF für 0.20%. Nein danke.


❌ Fehler 5: Zu oft ins Portfolio schauen

Einmal pro Monat Sparplan laufen lassen, einmal pro Quartal kurz reinschauen. Mehr braucht es nicht. Tägliches Portfolio-Checking macht dich nur nervös und verleitet zu emotionalen Entscheidungen.


Häufige Fragen (FAQ)


Wie viel Geld brauche ich zum Starten?

Bei findependent kannst du schon ab CHF 1 investieren. Bei Saxo empfiehlt sich ein Startbetrag von mindestens CHF 500–1'000, damit die Transaktionskosten nicht zu stark ins Gewicht fallen. Wichtiger als der Betrag ist die Regelmässigkeit.


Muss ich Steuern auf meine ETF-Gewinne zahlen?

In der Schweiz sind Kursgewinne für Privatanleger steuerfrei – das ist einer der grössten Vorteile. Dividenden musst du als Einkommen versteuern, und es fällt die Verrechnungssteuer von 35% an (die du über die Steuererklärung zurückfordern kannst).


Was ist, wenn die Börse crasht?

Dann kaufst du günstiger ein. Klingt kontraintuitiv, ist aber der grösste Vorteil eines Sparplans: Du kaufst automatisch mehr Anteile, wenn die Preise tief sind. Das nennt man Cost-Average-Effekt.


findependent oder Saxo – was ist besser?

Kommt drauf an, wo du stehst. findependent ist perfekt für Einsteiger: kein ETF-Wissen nötig, alles automatisiert, sehr einfache App. Saxo ist besser für Leute, die selbst ETFs auswählen, Einzelkäufe tätigen und Limit Orders setzen wollen.


Kann ich mein Geld jederzeit zurückholen?

Ja. ETFs sind an der Börse handelbar – du kannst jederzeit verkaufen. Aber: Kurzfristiges Rein-Raus macht keinen Sinn. Investiere nur Geld, das du mindestens 5–10 Jahre nicht brauchst.


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Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu findependent (Code KUU7NG) und Saxo. Wenn du dich über unsere Links anmeldest, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts. Wir empfehlen nur Produkte, die wir selbst nutzen oder gründlich geprüft haben.


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