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Säule 3a: Alles, was du 2026 wissen musst

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Stell dir vor, du könntest jeden Jahr CHF 1'500–2'000 Steuern sparen – einfach, indem du für deine Pensionierung vorsorgt. Das ist mit der Säule 3a möglich. Und nein, das ist nicht nur für Reiche – das ist eine Standardmöglichkeit, die fast jede*r in der Schweiz nutzen kann.


Die gute Nachricht: Säule 3a ist vermutlich die beste finanzielle Entscheidung, die du in deinen 20ern, 30ern oder 40ern treffen kannst. Warum? Weil du dabei drei Fliegen auf einmal schlägst: Steuern sparen, Vermögen aufbauen und für die Zukunft vorsorgen.


Inhaltsverzeichnis



Das 3-Säulen-System in 2 Minuten erklärt


Die Schweizer Altersvorsorge basiert auf drei Säulen:


1. Säule (AHV): Die staatliche Vorsorge. Jeder zahlt ein, jeder bekommt eine Rente. Reicht aber alleine nicht zum Leben – die Maximalrente liegt bei CHF 2'450 pro Monat.


2. Säule (Pensionskasse): Die berufliche Vorsorge. Dein Arbeitgeber und du zahlen gemeinsam ein. Zusammen mit der AHV sollst du damit 60% deines letzten Lohns erhalten – in der Praxis ist es oft weniger.


3. Säule (Private Vorsorge): Deine persönliche Ergänzung. Freiwillig, aber steuerlich stark begünstigt. Die Säule 3a ist der gebundene Teil – du kannst das Geld erst unter bestimmten Bedingungen beziehen.


Das Problem: Säule 1 + 2 decken im besten Fall 60% deines Einkommens ab. Die restlichen 40%? Die musst du selbst organisieren. Genau dafür gibt es die Säule 3a.


Säule 3a: Was ist das genau?


Die Säule 3a ist ein steuerbegünstigtes Sparkonto oder Wertschriftendepot für deine Altersvorsorge. Der Deal ist einfach: Du zahlst jedes Jahr einen bestimmten Betrag ein, und der Staat belohnt dich dafür mit einem Steuerabzug.


Was du wissen musst:

  • Jede Person mit AHV-pflichtigem Einkommen kann einzahlen

  • Einzahlungen sind vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar

  • Das Geld ist gebunden – du kommst nur unter bestimmten Voraussetzungen ran (Pensionierung, Eigenheim, Auswanderung, Selbständigkeit)

  • Bezug wird als Einkommen besteuert, aber zu einem deutlich reduzierten Satz


Maximalbetrag 2026: Wie viel darfst du einzahlen?

Situation

Maximalbetrag 2026

Angestellte mit Pensionskasse

CHF 7'258

Selbständige ohne Pensionskasse

20% des Nettoeinkommens, max. CHF 36'288


Der Maximalbetrag wird regelmässig angepasst. Für 2026 liegt er bei CHF 7'258 für Angestellte. Mein Tipp: Zahle wenn möglich immer den Maximalbetrag ein – auch wenn du ihn auf mehrere Monate verteilst.


Deadline: Die Einzahlung muss bis 31. Dezember auf dem 3a-Konto sein. Nicht erst überwiesen – eingegangen. Also lieber Mitte Dezember einzahlen, damit nichts schiefgeht.


So viel sparst du bei den Steuern: Ein konkretes Beispiel


Nehmen wir eine konkrete Situation: Du lebst in Zürich, bist ledig und verdienst CHF 85'000 brutto pro Jahr.


Ohne Säule 3a

Mit Säule 3a

Steuerbares Einkommen

CHF 65'000

CHF 57'742

Abzug Säule 3a

CHF 7'258

Steuerersparnis

ca. CHF 1'850


Du zahlst CHF 7'258 ein und sparst rund CHF 1'850 Steuern. Das ist eine sofortige Rendite von über 25% – ohne jedes Anlagerisiko. In einem Hochsteuerkanton wie Genf oder Basel-Stadt kann die Ersparnis noch höher sein.


Über 30 Jahre gerechnet (CHF 1'850 × 30) sparst du allein an Steuern CHF 55'500 – und das Geld auf deinem 3a-Konto wächst obendrein durch die Anlagerendite.


3a-Konto vs. 3a-Wertschriften – der wichtigste Entscheid


Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die meisten Banken bieten dir ein 3a-Sparkonto mit einem Zinssatz von 0.5–1.0%. Klingt okay – ist es aber nicht, wenn du 20+ Jahre Anlagehorizont hast.


3a-Sparkonto

3a-Wertschriften

Rendite (historisch)

0.5–1.0% pro Jahr

5–7% pro Jahr

Risiko

Kein Verlustrisiko

Kurzfristige Schwankungen

Nach 30 Jahren (CHF 7'258/Jahr)

ca. CHF 240'000

ca. CHF 500'000–700'000

Ideal bei Anlagehorizont

Unter 5 Jahre

Über 5 Jahre


Der Unterschied ist enorm: Über 30 Jahre können 3a-Wertschriften das Doppelte bis Dreifache eines Sparkontos bringen. Der Preis dafür sind kurzfristige Schwankungen – aber bei einem Horizont von 10+ Jahren sind die praktisch irrelevant.


Faustregel: Wenn du noch mehr als 5 Jahre bis zur Pensionierung hast, wähle 3a-Wertschriften. Je länger dein Horizont, desto höher darf der Aktienanteil sein.


Die besten 3a-Anbieter 2026


Vergiss die teuren 3a-Fonds deiner Hausbank. Diese drei digitalen Anbieter sind günstiger, flexibler und transparenter:


VIAC

finpension

frankly

TER

0.44%

0.39%

0.45%

Max. Aktienanteil

97%

99%

95%

Depotbank

WIR Bank

Zuger KB

ZKB

Staatsgarantie

Nein

Ja

Ja

App-Qualität

Sehr gut

Gut

Sehr gut


Alle drei sind hervorragend – du machst mit keinem einen Fehler. Persönlich nutze ich VIAC mit 5 Unterkonten für den gestaffelten Bezug (dazu mehr bei den Profi-Tipps). Wer die tiefsten Gebühren will, greift zu finpension. Und wer die ZKB im Rücken schätzt, ist bei frankly richtig.


Über unsere Links profitierst du von speziellen Konditionen: VIAC (Code 3TKWgpb) und finpension (Code 9W6FET).


5 Profi-Tipps für deine Säule 3a


Tipp 1: Eröffne mehrere 3a-Konten (gestaffelter Bezug)

Du kannst bis zu 5 Säule-3a-Konten haben. Warum das wichtig ist: Beim Bezug wird jedes Konto in einem separaten Steuerjahr aufgelöst. Mehrere kleinere Konten = tieferer Steuersatz pro Jahr = mehr Geld für dich. Bei einem Guthaben von CHF 300'000 kann der Unterschied schnell CHF 10'000–20'000 an Steuern ausmachen.


Tipp 2: Zahle so früh wie möglich im Jahr ein

Viele warten bis Dezember. Besser: Zahle im Januar ein. So ist dein Geld 11 Monate länger investiert. Bei einer Rendite von 7% pro Jahr macht das über 30 Jahre einen spürbaren Unterschied.


Tipp 3: Maximiere den Aktienanteil bei langem Horizont

Wenn du 25 bist und 40 Jahre bis zur Pension hast, gibt es keinen Grund für eine konservative Strategie. Ein hoher Aktienanteil (80–99%) hat historisch immer die beste Rendite gebracht – vorausgesetzt, du bleibst investiert und verkaufst nicht im Crash.


Tipp 4: Vergiss Nachkäufe – automatisiere

Richte einen Dauerauftrag ein: CHF 605 pro Monat (= CHF 7'258 / 12). So zahlst du den Maximalbetrag automatisch und musst nicht daran denken.


Tipp 5: Nutze den Vorbezug für Wohneigentum bewusst

Du kannst dein 3a-Guthaben für den Kauf von Wohneigentum vorbeziehen. Aber Achtung: Du verlierst dadurch die Steuervorteile und die Anlagerendite. Prüfe zuerst, ob du stattdessen das 3a-Guthaben verpfänden kannst – so bleibt es investiert und du bekommst trotzdem den Kredit.


Häufig gestellte Fragen zur Säule 3a


Ab welchem Alter kann ich einzahlen?

Sobald du ein AHV-pflichtiges Einkommen hast. In der Praxis also ab 18 Jahren mit Lehrlingslohn oder ab dem ersten Job. Je früher du startest, desto grösser der Zinseszins-Effekt.


Kann ich nachträglich einzahlen?

Nein – du kannst versäumte Jahre nicht nachholen. Wenn du in einem Jahr nichts einzahlst, ist dieser Steuerabzug für immer verloren. Es gibt aber ab 2026 eine neue Regelung für Einkäufe von nicht genutzten Beitragsjahren, allerdings nur für Jahre ab 2025.


Wann kann ich das Geld beziehen?

Frühestens 5 Jahre vor dem ordentlichen AHV-Alter (also ab 60 für Frauen und Männer). Vorzeitig geht's bei: Kauf von Wohneigentum, Auswanderung, Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit oder Invalidität.


Wie wird der Bezug besteuert?

Beim Bezug zahlst du eine einmalige Kapitalauszahlungssteuer. Diese ist deutlich tiefer als die normale Einkommenssteuer – daher lohnt sich die Säule 3a fast immer.


Soll ich bei meiner Hausbank bleiben?

In den meisten Fällen: Nein. Klassische Banken verlangen 0.8–1.5% Gebühren pro Jahr für ihre 3a-Fonds. VIAC, finpension und frankly liegen bei 0.39–0.45%. Über 30 Jahre macht dieser Unterschied schnell CHF 30'000–50'000 aus.


Kann ich den Anbieter wechseln?

Ja, jederzeit. Der Transfer dauert 2–4 Wochen. Während des Transfers bist du nicht investiert – plane also einen ruhigen Zeitpunkt an der Börse ein.


Dein nächster Schritt


Noch keine Säule 3a? Dann starte jetzt. Nicht nächste Woche, nicht nächsten Monat. Jeder Tag ohne 3a-Einzahlung ist ein Tag ohne Steuerersparnis und ohne Zinseszins.


So gehst du vor:

  1. Wähle einen AnbieterVIAC (Code 3TKWgpb), finpension (Code 9W6FET) oder frankly

  2. Eröffne ein Konto – dauert 10 Minuten mit deiner ID

  3. Wähle deine Strategie – je nach Alter und Risikoprofil

  4. Richte einen Dauerauftrag ein – CHF 605/Monat für den Maximalbetrag

  5. Wiederhole in 2–3 Jahren – eröffne ein zweites und drittes Konto für den gestaffelten Bezug


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Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu VIAC (Code 3TKWgpb) und finpension (Code 9W6FET). Wenn du dich über unsere Links anmeldest, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts. Wir empfehlen nur Produkte, die wir selbst nutzen oder gründlich geprüft haben.


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