VIAC vs. finpension vs. frankly: Der grosse Säule-3a-Vergleich 2026
- Fabrizio Marra

- 5. Apr.
- 5 Min. Lesezeit
Drei Namen, eine Frage: Wo parkst du deine Säule 3a?
VIAC, finpension und frankly sind die drei beliebtesten Säule-3a-Apps der Schweiz – und alle drei sind deutlich günstiger als deine Hausbank. Aber welche passt am besten zu dir? In diesem Vergleich schauen wir uns alle drei genau an: Gebühren, Anlagestrategien, Vor- und Nachteile und echte Szenarien.
Inhaltsverzeichnis
Kurz & Knapp: Wer sind diese drei?
VIAC – Lanciert 2019, Depotbank ist die WIR Bank. Du kannst zwischen 0% und 97% Aktienanteil wählen. TER: 0.44%. VIAC war einer der ersten Anbieter, der Säule 3a wirklich günstig und digital gemacht hat.
finpension – Depotbank ist die Zuger Kantonalbank (Staatsgarantie). Bis zu 99% Aktienanteil möglich – das ist einzigartig in der Schweiz. TER: 0.39%, der günstigste im Vergleich.
frankly – Das 3a-Produkt der Zürcher Kantonalbank. Bis zu 95% Aktienanteil, TER: 0.45%. Wer den grossen Banknamen schätzt, ist hier richtig.
Die grosse Vergleichstabelle
Hier die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick:
VIAC | finpension | frankly | |
TER (Gesamtkosten) | 0.44% | 0.39% | 0.45% |
Max. Aktienanteil | 97% | 99% | 95% |
Depotbank | WIR Bank | Zuger KB | ZKB |
Staatsgarantie | Nein | Ja | Ja |
App-Qualität | Sehr gut | Gut | Sehr gut |
Nachhaltige Strategien | Ja | Ja | Ja |
Mehrere 3a-Konten | Ja (bis 5) | Ja (bis 5) | Ja (bis 5) |
Kosten auf CHF 50'000 | CHF 220/Jahr | CHF 195/Jahr | CHF 225/Jahr |
Alle drei sind deutlich günstiger als klassische Bankenlösungen, die oft 0.8–1.2% kosten. Der Unterschied zwischen den dreien ist klein – aber über 30 Jahre summiert sich auch das.
VIAC im Detail: Der zuverlässige Klassiker
VIAC war einer der Pioniere bei den digitalen Säule-3a-Lösungen. Seit 2019 hat sich die App kontinuierlich verbessert und gehört heute zu den beliebtesten Anbietern der Schweiz.
✅ Das spricht für VIAC:
Sehr intuitive und übersichtliche App
Breite Auswahl an Anlagestrategien (0–97% Aktien)
Langjährige Erfahrung und grosse Community
Mehrere 3a-Konten für gestaffelten Bezug
Transparente Kostenstruktur
❌ Das spricht gegen VIAC:
Keine Staatsgarantie (WIR Bank)
Kein 99%-Aktienanteil wie bei finpension
TER leicht höher als finpension (0.44% vs. 0.39%)
Für wen ist VIAC ideal? Für alle, die eine bewährte, benutzerfreundliche App suchen und Wert auf eine grosse Auswahl an Strategien legen. VIAC ist der solide Allrounder.
finpension im Detail: Der Preiskönig
finpension ist der günstigste Anbieter im Vergleich – und das nicht knapp. Mit einer TER von nur 0.39% sparst du über die Jahre richtig viel Geld. Die Depotbank ist die Zuger Kantonalbank, also eine solide Staatsgarantie im Rücken.
Was finpension besonders macht: Du kannst bis zu 99% in Aktien investieren. Das ist einzigartig in der Schweiz. Für langfristige Anleger (10+ Jahre bis zur Pensionierung) kann das einen grossen Unterschied machen.
✅ Das spricht für finpension:
Günstigste TER am Markt (0.39%)
Bis zu 99% Aktienanteil möglich
Zuger Kantonalbank als Depotbank (Staatsgarantie)
Mehrere 3a-Konten möglich (gestaffelter Bezug)
Freie Wahl der Anlagestrategie
❌ Das spricht gegen finpension:
App weniger intuitiv als VIAC
Weniger bekannt als die Konkurrenz
Kein eigenes Bankkonto (nur Anlagelösung)
Für wen ist finpension ideal? Für alle, die den letzten Franken an Gebühren sparen wollen und einen langen Anlagehorizont haben. Wenn du jung bist und 30+ Jahre bis zur Pension hast, ist finpension schwer zu schlagen.
frankly im Detail: Der Premium-Banker
frankly ist das Säule-3a-Produkt der Zürcher Kantonalbank – einer der grössten und bekanntesten Banken der Schweiz. Das gibt vielen Leuten ein gutes Gefühl, besonders wenn sie zum ersten Mal Geld investieren.
Die App ist modern und übersichtlich. Die TER von 0.45% liegt leicht über der Konkurrenz, aber dafür bekommst du den Namen und die Infrastruktur der ZKB.
✅ Das spricht für frankly:
Zürcher Kantonalbank als Depotbank (AAA-Rating)
Sehr moderne, benutzerfreundliche App
Starke Marke mit hohem Vertrauen
Bis zu 95% Aktienanteil
Nachhaltige Anlagestrategien verfügbar
❌ Das spricht gegen frankly:
Höchste TER im Vergleich (0.45%)
Etwas weniger Flexibilität bei der Strategiewahl
Kein 99%-Aktienanteil wie bei finpension
Für wen ist frankly ideal? Für alle, die den grossen Banknamen im Rücken wollen und bereit sind, dafür minimal mehr zu bezahlen. Besonders beliebt bei Leuten, die der ZKB bereits vertrauen.
Und welche Säule 3a-Lösung nutze ich selbst?
Transparenz ist mir wichtig, also hier meine persönliche Situation: Ich nutze VIAC für meine Säule 3a. Warum? Weil mich die App von Anfang an überzeugt hat – übersichtlich, schnell und mit einer breiten Auswahl an Strategien.
Ich fahre mit der Strategie "Global 100" – also nahezu 100% Aktien. Mein Anlagehorizont ist lang genug, dass ich Schwankungen aussitzen kann. Die Performance stimmt, und die App macht es mir einfach, den Überblick zu behalten.
Aber vergiss nicht: Du kannst in der Schweiz bis zu 5 Säule-3a-Konten eröffnen – und das solltest du auch tun. Der Grund: Wenn du das Geld im Alter beziehst, wird jedes Konto separat besteuert. Mehrere kleinere Konten = tieferer Steuersatz = mehr Geld für dich. Das nennt man "gestaffelter Bezug" und ist einer der besten legalen Steuertricks in der Schweiz.
Wichtig: Das ist meine persönliche Meinung und keine Anlageberatung. Deine Situation kann anders aussehen – und das ist völlig okay.
Die Entscheidungshilfe: Drei echte Szenarien
Theorie ist schön, aber schauen wir uns drei echte Szenarien an:
Szenario 1: Lisa, 25, Berufseinsteigerin
Lisa hat gerade ihren ersten Job und will CHF 200 pro Monat in die Säule 3a einzahlen. Sie hat 40 Jahre bis zur Pension. Unsere Empfehlung: finpension mit 99% Aktien. Der lange Anlagehorizont gleicht Schwankungen aus, und die tiefen Gebühren machen über 40 Jahre einen Unterschied von mehreren tausend Franken.
Szenario 2: Marco, 40, Familienvater
Marco verdient gut, zahlt den Maximalbetrag ein (CHF 7'258) und will eine gute Balance zwischen Rendite und Sicherheit. Unsere Empfehlung: VIAC Global 80 – 80% Aktien, bewährte Strategie, tolle App zum Portfolio-Checken zwischen den Windel-Wechseln.
Szenario 3: Sarah, 35, sicherheitsbewusst
Sarah will investieren, aber der Gedanke an Börsencrashs macht ihr Bauchschmerzen. Sie will eine vertrauenswürdige Bank im Rücken. Unsere Empfehlung: frankly Moderate mit 45% Aktien. Die ZKB als Partnerin gibt ihr Sicherheit, und die moderate Strategie lässt sie ruhig schlafen.
Häufige Fragen geklärt (FAQ)
Kann ich den Anbieter wechseln?
Ja, du kannst jederzeit von einem Säule-3a-Anbieter zum anderen wechseln. Der Transfer dauert in der Regel 2–4 Wochen. Wichtig: Während des Transfers bist du nicht investiert, also plane den Zeitpunkt bewusst.
Wie viele Säule-3a-Konten darf ich haben?
Es gibt keine gesetzliche Obergrenze, aber die gängige Empfehlung sind 3–5 Konten. Der Maximalbetrag (CHF 7'258 im Jahr 2026 für Angestellte) gilt insgesamt – du verteilst ihn einfach auf mehrere Konten.
Sind meine Einzahlungen steuerlich absetzbar?
Ja! Säule-3a-Einzahlungen kannst du vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehen. Bei einem Grenzsteuersatz von 30% sparst du mit dem Maximalbetrag also rund CHF 2'177 an Steuern – jedes Jahr.
Was passiert bei einem Börsencrash?
Kurzfristig sinkt der Wert deines Portfolios. Langfristig haben sich die Märkte aber immer erholt. Deshalb ist der Anlagehorizont so wichtig: Je länger du investiert bleibst, desto weniger relevant sind kurzfristige Schwankungen.
Welche Strategie soll ich wählen?
Als Faustregel: Je jünger du bist und je länger bis zur Pension, desto höher darf der Aktienanteil sein. Mit 25 sind 99% Aktien vertretbar. Mit 55 eher 40–60%. Alle drei Anbieter bieten verschiedene Strategien an – du kannst jederzeit wechseln.
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